HUBERT HANGHOFER

1977 bis 1981 Studium an der heutigen Kunstuniversität Linz. Während dieser Zeit (ab 1976) Beginn der Arbeiten an biomorph-konkreten Formen. Skizzen und Modelle aus Ton.

Die Arbeit des Künstlers steht in der Tradition eines „biomorphen Formungsprozesses“, einem Dialog “zwischen Biomorphie und Konkretheit”, zwischen Spontanität und Kalkül.

Die Skulpturen von Hubert Hanghofer sind inspiriert von natürlichen, biomorphen Strömungsvorgängen, wie wir sie auch in der Formenbildung von Natur und Universum finden.

Die Form der Skulptur entsteht durch ein dynamisches Kraftfeld welchem eine mathematisch – geometrische Struktur zugrunde liegt. Für jede dieser Formen ließe sich daher auch eine entsprechende mathematische Formel bzw. Gleichung ableiten.

Ausgangspunkt seines künstlerischen Schaffens ist immer eine bestimmte innere, visuelle Wahrnehmung. Aus der Summe dieser Wahrnehmungsfragmente entwickelt der Künstler diejenige Form, welcher er zur optimalen Entfaltung verhelfen kann. Über einen langen Zeitraum (ca. 1 Jahr) kristallisiert sich die Form aus dem Unbewussten und verkörpert sich allmählich in eine „bewegte Ruhe“, sowie auch in die „Dauer“ als Ausdruck der Vollendung innerhalb eines energetisch- dynamischen Prozesses.

Bei aller Ausgewogenheit der skulpturalen Komposition geht es dem Künstler aber nicht nur um die Darstellung von Einheit, sondern um „Vergegenwärtigung von Einheit“ – eben durch größtmögliche Annäherung der Gegensätze. Dieser Spielraum, mit Energie und Spannung geladen, ist Ausdruck der inneren Schöpferkräfte des Künstlers.

Materialien: Bronze, Edelstahl, Spezialkunstharze, Karbonfaser (für Großobjekte).